Ziele und Aufgaben der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern

Die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern koordiniert bayernweit Prävention, Forschung, Beratung und Hilfe rund um das Thema pathologisches Glücksspiel. Sie besteht seit Juni 2008 und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege finanziert. Die Landesstelle Glücksspielsucht setzt sich aus den drei Institutionen Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen BAS Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), dem IFT Institut für Therapieforschung und der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (LAGFW) zusammen. Den Geschäftsbetrieb der Landesstelle Glücksspielsucht stellt die LAGFW durch einen eigens dafür gegründeten Betreiberverein (LAGFW-BV) sicher.


Zielsetzungen der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Grundlegendes Ziel der LSG ist es, Forschungslücken zu schließen und die Versorgungsstruktur für behandlungsbedürftige Spieler zu optimieren. Zudem ist es ein zentrales Anliegen, Weiterbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiter von Suchtberatungsstellen, aber auch für die interessierte Öffentlichkeit, bereit zu stellen und den Transfer von aktuellen Forschungsergebnissen in die Praxis zu gewährleisten.


Die Aufgaben der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern sind:

  • Zentrale Anlaufstelle für alle Belange rund um das Thema Glücksspielsucht in Bayern
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die suchtspezifischen Risiken von Glücksspiel
  • Bildung eines Expertennetzwerkes
  • Vernetzung von Praxis und Forschung
  • Förderung der trägerübergreifenden Kooperation zwischen den verschiedenen in diesem Bereich tätigen Berufsgruppen und Institutionen
  • Transfer aktueller Erkenntnisse in Politik und Praxis
  • Bereitstellung von Qualifizierungsmöglichkeiten für Mitarbeiter von Suchtberatungsstellen und komplementären Einrichtungen
  • Flächendeckende, bayernweite Bereitstellung von Hilfsangeboten in Form von Fachstellen für Glücksspielsucht
  • Forschung, umfassendes Monitoring und Sammlung epidemiologischer Daten, wissenschaftliche Expertise und Beratung sowie Interventionsforschung
  • Entwicklung und Bereitstellung von Präventionsmaßnahmen
  • Optimierung und Qualitätssicherung der Früherkennungs- und Versorgungsstrukturen
  • Evaluation des Glücksspielstaatsvertrags
  • Aufbau und Koordination von Selbsthilfeangebote