Ziele und Aufgaben

Aufgreifen von aktuellen Themen
Anstehende politische Entscheidungen, aktuelle Konsumtrends und/ oder neue Forschungserkenntnisse erfordern im Sucht- und Gesundheitsbereich häufig kurze Reaktionszeiten. Dies ist die spezifische Kompetenz einer Organisation wie der BAS. Mit Hilfe ihrer etablierten Strukturen in Form vom Arbeitskreisen und ständigen Ausschüssen und einem bayernweiten Expertennetz können zeitnah und über ein breites inhaltliches Spektrum Expertisen erstellt werden, die auf multi-professionellem und multiinstitutionellem Konsens beruhen. Auf diese Weise wurden bereits mehrere Stellungnahmen und Empfehlungen für Entscheidungsträger aus Politik und Versorgungsstruktur sowie konkrete Informationsblätter/Handlungsempfehlungen für die Praxis entwickelt.

Förderung der Kooperation zwischen Forschung und Praxis
Da sich die Praxis der Suchtkrankenhilfe als multiinstitutionell sowie multiprofessionell beschreiben lässt, gehört es zu den Aufgaben der BAS, die Kooperation zwischen den verschiedenen, im Suchtbereich tätigen Berufsgruppen und Interventionstypen wie z.B. Beratungsstellen, Entzugseinrichtungen, Entwöhnungseinrichtungen zu unterstützen. Daneben wird auch die Kooperation zwischen verschiedenen Forschungsdisziplinen und -einrichtungen gefördert. Eine weitere zentrale Aufgabe der BAS ist, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis zu unterstützen. Dadurch soll die Umsetzung von Forschungserkenntnissen in die Praxis der Suchtkrankenhilfe erleichtert und ein stärkerer Bezug von Forschungsfragen auf Fragestellungen der Praxis erreicht werden.

Vermittlung von Informationen und Erkenntnissen
Zielgruppe der Informationsvermittlung sind primär die im Gesundheitsbereich tätigen Fachleute.
Diese Aufgabe bezieht sich allerdings immer mehr auch auf Behörden, Verbände und sonstige Organisationen außerhalb des engeren Fachgebietes, die sich mit dem Thema substanzbezogener Störungen und psychischer Erkrankungen befassen.

Qualitätssicherung und -verbesserung
Die BAS ist seit ihrer Gründung im Bereich Qualitätssicherung tätig und hat bereits zahlreiche Empfehlungen formuliert. Der in interdisziplinärer Zusammenarbeit erstellte „Leitfaden für Ärzte zur substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger“ (2. Auflage, Juni 2010) zählt zu den wichtigsten Projekten. Jüngst wurde im Rahmen einer fachübergreifenden Arbeit eine Broschüre zur Prävention von Drogentodesfällen mit Fakten, Zahlen und Beispielen aus der Praxis erstellt und der Suchthilfe zur Verfügung gestellt. Daneben führt die BAS auch eigene Studien zur Qualitätssicherung durch.