| Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern |
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Hintergründe zur Errichtung der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Das Spielen um Geld ist für eine große Zahl der Deutschen eine gelegentliche oder regelmäßige Form der weitgehend unproblematischen Unterhaltung. Doch ein Teil der Spieler entwickelt ein riskantes Spielverhalten und verliert dabei völlig die Kontrolle über das Glücksspiel.
So gibt es laut einer repräsentativen Bevölkerungsstudie von Bühringer et al. (2007) in Deutschland ca. 103.000 pathologische Glücksspieler (0,2% der erwachsenen Bevölkerung). Andere Studien ermitteln sogar einen Umfang von 291.000 Personen (0,6%, Buth & Stöver, 2008).
Obwohl die Glücksspielsucht nicht zuletzt wegen des ständig steigenden Angebots an Spielen in letzter Zeit immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist, gibt es enorme Wissenslücken und großen Forschungsbedarf. Deshalb ist es ein wichtiges Ziel des Gemeinwohls und das Hauptziel des Glücksspielstaatsvertrages, der am 01. Januar 2008 in Kraft getreten ist, die Glücksspielsucht weiter zu erforschen, ihr präventiv entgegenzuwirken und sie einzudämmen.
Zielsetzungen der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Zu diesem Zweck wurde am 30.06.2008 in München die „Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern“ eröffnet.
Sie ist die zentrale Schnittstelle aller an der Prävention, Suchthilfe und Suchtforschung bei Glücksspielsucht beteiligter Organisationen und Akteure. Beteiligt an ihrer Organisation sind die Bayerische Akademie für Suchtfragen in Forschung und Praxis e.V. (BAS e.V.), das IFT Institut für Therapieforschung und die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern (LAGFW). Die „Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern“ wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit finanziert.
Grundlegendes Ziel der „Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern“ ist es Forschungslücken z.B. in Bezug auf das unterschiedliche Gefährdungspotenzial verschiedener Glücksspielangebote zu schließen, die Versorgungsstruktur für behandlungsbedürftige Spieler zu optimieren und Weiterbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiter von Suchtberatungsstellen aber auch die interessierte Öffentlichkeit bereit zu stellen und vor allem den Transfer von Ergebnissen in die Praxis zu gewährleisten.
Weitere Informationen zur „Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern“
finden Sie unter in unserem
oder in den Rubriken
oder auf der Website der „Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern“ www.lsgbayern.de


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