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19. Suchtforum in Bayern, München - AUSGEBUCHT - Keine Anmeldung mehr möglich - Wiederholungsveranstaltung in Nürnberg, Anmeldungen nimmt die BLÄK erst ab Juli/August 2020 entgegen

Kategorie: BAS-Veranstaltungen

Guter Rausch, böser Rausch – Alkoholkonsum zwischen Genuss und Sucht

Datum: 11.03.2020
Uhrzeit: 13:00 - 17:30 Uhr
Veranstaltungsort: München
Anmeldeschluss: 31.01.2020
Kosten: 0,00 €
Zahlungsziel:
Maximale Teilnehmerzahl: 0
Verfügbare Plätze:

Wenngleich Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zufolge der alkoholbezogene Pro-Kopf-Konsum in Deutschland in den letzten Jahren gesunken ist, so erweist sich auch hierzulande die „Volksdroge Nummer 1“ noch immer großer Beliebtheit: Mit 10,6 Liter konsumiertem Reinalkohol pro Bundesbürgerin oder -bürger im Alter ab 15 Jahren im Jahr 2016 zählt Deutschland auch innerhalb der Europäischen Union zu den Hochkonsumländern. Ungefähr 7,8 Mio. Personen zwischen 18 und 64 Jahren trinken riskant Alkohol, bezogen auf 51 Mio. Deutsche in dieser Altersgruppe (Gomes de Matos, 2016). Neben dem hohen Konsum der Deutschen insgesamt gibt es im internationalen Vergleich darüber hinaus Hinweise, dass ein besonders hoher Anteil der deutschen Bevölkerung Rauschkonsum betreibt (DHS Jahrbuch Sucht, 2019).

Alkohol ist im Verhältnis zu anderen psychoaktiv wirkenden Substanzen mit Suchtpotenzial wie beispielsweise Tabak ein gesellschaftlich weit akzeptiertes Konsumgut – zumindest solange die Person in der Lage ist, Maß zu halten, keinen Dritten schadet und keine Alkoholabhängigkeit entwickelt. Dies gilt auch bei gesellschaftlichen Anlässen. Wer dort ein alkoholfreies Getränk wählt, muss sich nicht selten erklären. Auch die Ausgaben der Industrie in Höhe von 619 Mio. € zur Vermarktung ihrer alkoholischen Getränke im Jahr 2017 verdeutlichen, welche Anstrengungen unternommen werden, um Alkohol als „Bereicherung“ des Lebens darzustellen. Informationen über die Risiken des Zellgifts Alkohol hingegen finden sich hier kaum.
Dass der Konsum von Alkohol einerseits wegen seiner entspannenden und in dieser Hinsicht positiven Wirkung von einem großen Teil der Bevölkerung als Genuss- und zuweilen Rauschmittel geschätzt wird, ist ebenso unbestritten wie es wissenschaftlich belegt ist, dass es sich um ein gesundheitsschädliches Produkt handelt, das ein Risikofaktor für die Entwicklung zahlreicher Erkrankungen darstellt. Dabei sind die Krankheitsrisiken umso höher, je mehr Alkohol konsumiert wird. Umgekehrt gilt aus Sicht der Präventionsforschung: Alkoholabstinenz respektive eine Reduktion der konsumierten Alkoholmenge schützen die Gesundheit und helfen, Krankheiten zu vermeiden. Wie bedeutsam dieser Zusammenhang ist, zeigen folgende Daten: Die direkten und indirekten volkswirtschaftlichen Kosten des Alkoholkonsums in Deutschland werden auf rund 40 Milliarden € beziffert (Effertz, 2015). Ferner ist – unter Berücksichtigung weiterer Erkrankungen, bei denen Alkohol zumindest anteilig als Todesursache mitverantwortlich ist – von jährlich etwa 74.000 Todesfällen auszugehen, die allein auf den Konsum von Alkohol oder eine Kombination von Alkohol und Tabak zurückgehen (John & Hanke, 2002).

Vor diesem Hintergrund wird sich das 19. Suchtforum in Bayern dem Genuss- und Suchtmittel Alkohol widmen. Wir möchten Sie herzlich einladen, gemeinsam mit uns die gesellschaftliche Bedeutung des Alkohols zu reflektieren. Ferner möchten wir Sie auf gewohnt kompakte, fundierte, interdisziplinäre und praxisorientierte Art und Weise über den aktuellen Wissensstand u. a. zur Diagnostik, Behandlung und Prävention in Kenntnis setzen.

Veranstaltungsort:
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
KUM, LMU München
Hörsaal
Nußbaumstraße 7
80336 München

Den Flyer zur Veranstaltung mit allen weiteren Details finden Sie hier (Download).

Hinweise:
Die Veranstaltung ist ausgebucht. Bitte beachten Sie, dass auch keine Anmeldung mehr über die Bayerische Landesärztekammer möglich ist.

Die Anmeldefrist ist abgelaufen. Ggf. können Sie sich telefonisch nachmelden.

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