Substitution

Bei einem opiatabhängigen Patienten kann die substitutionsgestützte Behandlung Mittel der Wahl sein, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine klassische abstinenzorientierte Entwöhnungstherapie aus verschiedenen Gründen nicht in Frage kommt.
Durch die Substitution soll sich der Patient physisch, psychisch sowie sozial stabilisieren, um ein drogenfreies Leben führen zu können. Die Abstinenz ist in das oberste Ziel in der Behandlung Opiatabhängiger. Bei gleichzeitig bestehender psychiatrischer Komorbidität ist allerdings auch eine Dauerbehandlung denkbar.
Die Verordnung des Substitutionsmittels ist lediglich ein Baustein eines ganzen Behandlungskonzepts. Dazu gehören begleitende psychiatrische, psychosoziale und psychotherapeutische Maßnahmen.
 

Weitere Informationen und nützliche Formulare zur Dokumentation der Behandlung finden Sie in der 4. vollständig überarbeiteten Auflage der BAS-Publikation "Leitfaden für Ärzte zur substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger" oder unten stehend.

Dokumente zum Download

 

Aktivitäten zur Optimierung der Versorgungssituation Opiatabhängiger in Bayern


Die BAS beteiligt sich seit Jahren an bayernweiten Aktivitäten zur Optimierung der Versorgungssituation Opiatabhängiger. Dazu zählen beratende Tätigkeiten, Expertisen und Stellungnahmen, Publikationen, Fortbildungsveranstaltungen, Vortragstätigkeiten sowie Aktionstage. Beispiele dazu finden sich nachfolgend:


Beratende Tätigkeiten (Auswahl)

  • BAS e.V. Arbeitskreis Substitutionsversorgung mit dem Ziel der Erarbeitung von Lösungsvorschlägen unter Einbezug aller an der Versorgung beteiligter Akteure
  • Beteiligung am Fachgespräch Substitution des StMGP

 

Expertisen und Stellungnahmen (Auswahl)

  • BAS Versorgungsstrukturanalyse Sicherstellung der Versorgung Opiatabhängiger in Bayern – Problemlage und Lösungsansätze, 2012
  • BAS Bewertung von Beigebrauch im Rahmen der substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger – Was ist substitutionsgefährdender Beigebrauch?, 2013

 

Publikationen (Auswahl)

Fortbildungsveranstaltungen (Auswahl)

  • Vortrag "Schweigepflicht - Ein Hindernis in der Substitutionsbehandlung?" der BAS UG im Juli 2015 in Nürnberg
  • Fachtag „Substitution in anderen Umständen“ der Nürnberger Drogenhilfe in Kooperation mit BAS e.V. im November 2013 in Nürnberg
  • Fortbildungsveranstaltung zur substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger für Staatsanwälte in Bayern: Medizinische und rechtliche Fragen in Kooperation mit dem StMJ im Juli 2013 in München

 

Vortragstätigkeiten (Auswahl)

  • Vortrag über die Grundlagen der Sucht und Vorteile der Substitutionsbehandlung im Rahmen der Tagung der JVA-Anstaltsleiter in der Justizvollzugsanstalt Straubing im Oktober 2013 in Straubing durch Prof. Dr. med. Norbert Wodarz
  • Vorträge zur Überwachungspraxis in Substitutionspraxen im Rahmen der Fortbildung des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zur Substitution für Amtsärzte im November 2012 in Nürnberg und München durch Christiane Fahrmbacher-Lutz

 

Ihre Ansprechpartnerin:
Dr. med. Beate Erbas
Tel.: 089.530 730 - 12
E-Mail: erbas@bas-muenchen.de