BAS gGmbH und BAS e.V.

Gesellschafter der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen BAS gGmbH ist die Bayerische Akademie für Suchtfragen in Forschung und Praxis BAS e.V.

Aufgabe des BAS e.V. mit seinen Gremien und Organen ist es, als Ideengeber die BAS gGmbH bei der strategischen Ausrichtung, Konzeptionierung und Umsetzung von Initiativen, Projekten und Veranstaltungen zu unterstützen. Die ehrenamtlichen Akteure des Vereins stehen der Geschäftsstelle in allen suchtrelevanten Fragestellungen aus Forschung und Praxis beratend zur Seite.

Der BAS e.V. verfügt über rund 50 aktive Mitglieder, meist Leitende von Praxis- und Forschungseinrichtungen im Bereich substanzbezogener Störungen. Ferner engagieren sich auch vereinsfremde Personen und bearbeiten in temporären Projektgruppen oder langfristig angelegten Arbeitskreisen aktuelle Fragestellungen aus dem Bereich der Sucht- und Gesundheitsfragen.

PROFIL

Die BAS beschäftigt sich als Transferinstitut zwischen Forschung und Praxis mit wissenschaftlichen und praxisbezogenen Fragestellungen der Prävention und Behandlung von Suchterkrankungen. Sie wurde im Herbst 1997 mit dem Zweck gegründet, die Verbesserung des öffentlichen Gesundheitswesens im Suchtbereich gezielt zu fördern. Die BAS besteht aus den beiden Rechtsträgern der Bayerischen Akademie für Sucht und Gesundheitsfragen BAS gGmbH und der Bayerischen Akademie für Suchtfragen in Forschung und Praxis BAS e.V.

THEMEN

Zum Themenkreis der BAS gehören körperliche und psychosoziale Störungen beziehungsweise Krankheiten im Zusammenhang mit Alkohol, Nikotin, illegalen Drogen, psychoaktiv wirkenden Medikamenten, Crystal Meth oder Neuen Psychoaktiven Substanzen (NPS). Darüber hinaus befasst sich die BAS mit Verhaltenssüchten wie pathologischem Glücksspielen. Auch weitere mit Abhängigkeitsstörungen assoziierte Gesundheitsthemen wie beispielsweise Angststörungen, Depressionen, Burn-out oder Essstörungen werden behandelt.

Ziele und Aufgaben der BAS

Aufgreifen von aktuellen Themen

Anstehende politische Entscheidungen, aktuelle Konsumtrends oder neue Forschungserkenntnisse erfordern im Sucht und Gesundheitsbereich häufig kurze Reaktionszeiten. Mit Hilfe der in der BAS etablierten Arbeitskreise, Ausschüsse und einem bayernweiten Expertennetz können zeitnah und über ein breites inhaltliches Spektrum Expertisen erstellt werden, die auf multiprofessionellem und multiinstitutionellem Konsens beruhen. Auf diese Weise wurden bereits mehrere Stellungnahmen und Empfehlungen für Entscheidungsträger aus Politik und Versorgungsstruktur sowie konkrete Informationspapiere und Handlungsempfehlungen für die Praxis entwickelt.

Kooperation zwischen Forschung und Praxis fördern

Da sich die Praxis der Suchtkrankenhilfe als multiinstitutionell sowie multiprofessionell beschreiben lässt, gehört es zu den Aufgaben der BAS, die Kooperation zwischen den verschiedenen im Suchtbereich tätigen Berufsgruppen zu unterstützen. Daneben wird auch die Kooperation zwischen verschiedenen Forschungsdisziplinen und -einrichtungen gefördert. Weiterhin wird die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis unterstützt. Dadurch soll die Umsetzung von Forschungserkenntnissen in die Praxis erleichtert und ein stärkerer Bezug von Forschungsfragen auf Fragestellungen der Praxis erreicht werden.

Qualitätssicherung und -verbesserung

Die BAS ist seit ihrer Gründung im Bereich Qualitätssicherung tätig und hat bereits zahlreiche Empfehlungen formuliert. Der in interdisziplinärer Zusammenarbeit erstellte „Leitfaden für Ärzte zur substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger“ (5. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, 2020) zählt zu den wichtigsten Projekten. Weitere Publikationen befassen sich beispielsweise mit der Prävention von Drogentodesfällen oder geben Hilfestellungen zum Umgang mit medizinischem Cannabis.

Vermittlung von Informationen und Erkenntnissen

Zielgruppe der Informationsvermittlung sind primär im Suchtund Gesundheitsbereich tätige Fachleute. Aber auch Behörden, Verbände und weitere Berufsgruppen außerhalb des engeren Fachgebietes, die sich mit dem Thema substanzbezogener Störungen und psychischer Erkrankungen befassen, zählen zu den Adressaten von Veranstaltungen und Publikationen.

Neben einer jährlichen Vortragsreihe veranstaltet die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen sowie Fachtagungen. Darüber hinaus werden Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, wie z.B. das jährlich stattfindende Suchtforum, durchgeführt. Zu den Kooperationspartnern zählen u.a. die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK), die Bayerische Landesapotheker (BLAK), die Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (PTK), die Freie Wohlfahrtspflege Bayern, das Bayerische Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) sowie verschiedene bayerische Universitäten bzw. Universitätsklinken. Ein wichtiges Informationsorgan ist das regelmäßig erscheinende kostenfreie Suchtforschungstelegramm, das Zusammenfassungen aktueller wissenschaftlicher Untersuchungen aus Fachzeitschriften enthält. Ferner steht die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen für fachbezogene Anfragen zur Verfügung.