Suchtforschung nach Themen
Die thematische Übersicht bündelt Forschungsprojekte bayerischer Hochschulen, Kliniken und Institute. Wählen Sie einen Themenbereich, um die zugehörigen Projekte anzuzeigen. Einzelne Projekte können mehreren Themen zugeordnet sein.
Die Übersicht wird fortlaufend erweitert und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hinweise auf weitere Forschungsprojekte oder Vorschläge für einen eigenen Eintrag senden Sie bitte an die BAS.
ACSID – Forschungsgruppe zu Internetnutzungsstörungen
Universität Bamberg · Bamberg
Untersucht werden Mechanismen problematischer Internetnutzung, unter anderem bei Computerspielen, Online-Shopping, Online-Glücksspiel und Pornografienutzung.
AWARENESS – Wissen über Chemsex in Gesundheitsberufen
Universität Augsburg und LMU Klinikum · Augsburg und München
Die Online-Studie untersucht das Wissen über Chemsex und sexualisierten Substanzgebrauch unter Ärztinnen und Ärzten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziel ist eine bessere Versorgung betroffener Personen.
aQuaE astra plus – Qualitätsmanagement und Evaluation
Hochschule Kempten – Institut für Gesundheit und Generationen
Kempten
Das Vorhaben begleitet die Qualitätsentwicklung und Evaluation von
astra plus, einem Programm zur Förderung von Tabakprävention und
Tabakentwöhnungskompetenzen in Pflegeberufen.
CannaPeer – Cannabisprävention von Studierenden für Studierende
Hochschule München, Universität Bamberg und Hochschule Kempten
München · Bamberg · Kempten
Das Projekt entwickelt und erprobt einen Peer-to-Peer-Ansatz zur
Cannabisprävention. Geschulte Studierende informieren Gleichaltrige
faktenbasiert und ohne Stigmatisierung über Cannabis, Konsumrisiken
und Präventionsmöglichkeiten.
Weitere Informationen zu CannaPeer →
Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD)
IFT Institut für Therapieforschung
München
Die DBDD ist der nationale Partner der EU-Drogenagentur. Das IFT
koordiniert die Beobachtungsstelle und arbeitet insbesondere zu
Konsumtrends, gesundheitlichen Folgeschäden, Harm Reduction,
Drogenmärkten und Drogenpolitik.
Deutsche Suchthilfestatistik (DSHS)
IFT Institut für Therapieforschung
München
Die Deutsche Suchthilfestatistik beschreibt Strukturen, Klientel
und Versorgungsgeschehen in ambulanten und stationären
Suchthilfeeinrichtungen. Dadurch werden Entwicklungen und
Veränderungen im deutschen Suchthilfesystem sichtbar.
ENHANCE – Chemsex, sexuelle Grenzüberschreitungen und Trauma
Universität Augsburg und LMU Klinikum
Augsburg · München
Die Studie untersucht Zusammenhänge zwischen Chemsex, konsumierten
Substanzen, sexuellen Grenzüberschreitungen sowie submissivem oder
dominantem Verhalten. Ziel ist es, Risikofaktoren besser zu verstehen
und Hinweise für geeignete traumatherapeutische Angebote zu gewinnen.
Die Datenerhebung ist abgeschlossen; die Ergebnisse werden ausgewertet.
Entzugs- und Verlaufsforschung
TUM Klinikum Rechts der Isar – Klinische Toxikologie
München
Untersucht werden medikamentöse Ansätze im Alkohol- und Opiatentzug
sowie längerfristige Verläufe von Abstinenz, Gesundheit und
Lebensqualität nach einer qualifizierten Entzugsbehandlung.
Zu den Forschungsprojekten der Klinischen Toxikologie →
Epidemiologischer Suchtsurvey (ESA)
IFT Institut für Therapieforschung
München
Die regelmäßig durchgeführte repräsentative Bevölkerungsstudie
untersucht den Konsum psychoaktiver Substanzen, substanzbezogene
Belastungen und zeitliche Entwicklungen in Deutschland. Erfasst
werden unter anderem Alkohol, Tabak- und Nikotinprodukte, Cannabis,
illegale Drogen und Medikamente.
Zur Projektseite des Epidemiologischen Suchtsurveys →
ESPAD in Bayern – Europäische Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen
IFT Institut für Therapieforschung
München · Projektlaufzeit 2024–2025
Die Europäische Schülerstudie untersucht Konsum, Einstellungen und
Risiken rund um Alkohol, Tabak, Cannabis und andere Drogen bei
15- bis 16-jährigen Schülerinnen und Schülern. Die bayerischen
Ergebnisse der Erhebung 2024 wurden 2026 veröffentlicht.
Zur Projektseite ESPAD in Bayern →
EviDriN – Evidenzbasiertes Drug Checking in Nürnberg
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Nürnberg · abgeschlossen
Das Projekt entwickelte eine wissenschaftliche Grundlage für einen
möglichen Einsatz von Drug Checking in der Metropolregion Nürnberg.
Untersucht wurden Möglichkeiten und Grenzen des Ansatzes zur
Schadensminimierung und zur Verbesserung der gesundheitlichen
Versorgung drogenkonsumierender Menschen.
EviDroN – Evidenzbasierte Drogennotfallhilfe
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Nürnberg · abgeschlossen
Das Projekt untersuchte die Möglichkeiten und Grenzen sogenannter
geschützter Räume, in denen Drogenkonsum unter professioneller
Begleitung und hygienischen Bedingungen stattfinden kann.
Dazu wurden unterschiedliche professionelle Perspektiven aus
Drogenprävention, Verwaltung, Politik und Suchthilfe erhoben.
Euro-DEN Plus – Europäisches Drogennotfall-Netzwerk
TUM Klinikum Rechts der Isar – Klinische Toxikologie
München
Als deutsches Studienzentrum beteiligt sich die Abteilung an einem
europäischen Forschungsverbund. Erfasst werden Symptome,
Komplikationen und Behandlungen nach dem Konsum klassischer Drogen
und neuer psychoaktiver Substanzen.
Zu den Forschungsprojekten der Klinischen Toxikologie →
FABEDO – Suchtmechanismen bei Adipositas
Universität Bamberg und Medizinische Hochschule Hannover
Bamberg · Hannover
Das DFG-geförderte Projekt untersucht affektive und kognitive
Mechanismen von Food Addiction und Binge-Eating-Störung bei Menschen
mit Adipositas. Die Erkenntnisse sollen zur Entwicklung gezielter
Interventionen für unterschiedliche Betroffenengruppen beitragen.
GenomALC – Genetische Erforschung alkoholbedingter Leberzirrhose
TUM Klinikum Rechts der Isar – Klinische Toxikologie
München
Das TUM Klinikum ist Studienzentrum eines multinationalen
Forschungsprojekts zur genetischen Erforschung der alkoholbedingten
Leberzirrhose. Untersucht werden genetische Faktoren, die zur
Entstehung dieser schweren alkoholbezogenen Folgeerkrankung
beitragen können.
Zu den Forschungsprojekten der Klinischen Toxikologie →
HaLT – Hart am Limit
Universität Bamberg – Professur für Pathopsychologie
Bamberg · abgeschlossen
Im Rahmen des Alkoholpräventionsprogramms für Kinder und Jugendliche
untersuchte die Universität Bamberg unter anderem die Wirksamkeit des
Präventionsansatzes sowie trinkmotivbasierte Interventionen und eine
begleitende Elternintervention.
HOPE – Behandlung Opioidabhängiger im bayerischen Justizvollzug
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Erlangen · abgeschlossen
Die Evaluationsstudie untersuchte unterschiedliche Behandlungsformen
für opioidabhängige Menschen während der Inhaftierung und nach der
Haftentlassung. Im Mittelpunkt stand insbesondere die Frage, unter
welchen Bedingungen eine Opioidsubstitution oder eine
abstinenzorientierte Behandlung erfolgversprechend ist.
Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
IFT Institut für Therapieforschung
München
Der Forschungsbereich untersucht unter anderem Glücksspielverhalten, Prävention, Selbsthilfe, Beratung und Behandlung. In der Förderperiode 2024 bis 2027 liegen Schwerpunkte auf Frauen und Glücksspiel, psychotherapeutischer Behandlung sowie Selbsthilfe.
Zur Projektseite der Landesstelle Glücksspielsucht →
Nationales Early Warning System (NEWS)
IFT Institut für Therapieforschung
München
Das Frühwarnsystem bündelt Informationen zu neuen psychoaktiven Substanzen und missbräuchlich verwendeten Medikamenten. Risiken sollen dadurch frühzeitig erkannt und relevante Fachstellen sowie weitere Zielgruppen schnell informiert werden.
NICOTIDE 2
LMU Klinikum – Forschungsgruppe Tabakabhängigkeit
München
Untersucht werden das Nutzungsverhalten sowie pharmakologische und verhaltensbezogene Aspekte von E-Zigaretten, Tabakerhitzern und konventionellen Zigaretten. Die Ergebnisse sollen zu einer besseren Einschätzung der verschiedenen Nikotinprodukte beitragen.
Zur Forschungsgruppe Tabakabhängigkeit →
NICOTIDE Heat
LMU Klinikum – Forschungsgruppe Tabakabhängigkeit
München
Die klinische Studie vergleicht die Nikotinaufnahme bei Tabakerhitzern mit der Aufnahme beim Rauchen konventioneller Zigaretten. Aus der Geschwindigkeit des Nikotinanstiegs im Blut sollen Rückschlüsse auf das Abhängigkeitspotenzial gezogen werden.
Zur Studienseite NICOTIDE Heat →
Project Group Pain and Addiction
Universität Bamberg – Pathopsychologie und Physiologische Psychologie
Bamberg
Die Forschungsgruppe untersucht Zusammenhänge zwischen Schmerz und Substanzkonsum. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Auswirkungen von Alkohol auf die Schmerzwahrnehmung sowie die zugrunde liegenden psychologischen Prozesse.
Zur Project Group Pain and Addiction →
REWARD – Versorgungssituation bei substanzbezogenen Störungen
Universität Augsburg – Forschungsgruppe Sucht und Sexualität
Augsburg · Kempten
REWARD erfasst Erfahrungen, Barrieren und förderliche Faktoren in der Versorgung von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen. Dafür werden qualitative Interviews mit Betroffenen und Fachpersonen sowie eine anonyme Bevölkerungsbefragung eingesetzt.
Retrain your Brain – computergestütztes Training zur Tabakentwöhnung
LMU Klinikum – Forschungsgruppe Tabakabhängigkeit
München
Die randomisiert-kontrollierte Studie prüft, ob ein
computergestütztes Training zur Veränderung automatischer
Annäherungstendenzen die Tabakentwöhnung zusätzlich unterstützen
kann.
Zur Forschungsgruppe Tabakabhängigkeit →
SEDATION – SourcEs of Drug AcquisiTION
Universität Augsburg und LMU Klinikum
Augsburg · München
SEDATION untersucht Beschaffungswege illegaler Substanzen,
regionale Unterschiede der Konsummuster sowie Unterschiede zwischen
Menschen mit und ohne psychische Erkrankungen. Die Ergebnisse sollen
die Entwicklung lokal angepasster Präventionsmaßnahmen unterstützen.
SMILE – Suchtkranken Menschen inklusives Leben ermöglichen
Hochschule Landshut
Landshut
Das Forschungsprojekt untersucht, wie gesellschaftliche Teilhabe
und Inklusion von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen verbessert
werden können. Die Hochschule Landshut begleitet das Vorhaben
wissenschaftlich.
SmartAssistEntz – digitale Nachsorge nach Alkoholentzug
Universität Bamberg
Bamberg · abgeschlossen
Das Projekt entwickelte und evaluierte eine digital unterstützte
Nachsorge für Menschen nach einem stationären Alkoholentzug. Eine
App und ein begleitender eCoach sollten die Abstinenzmotivation
stärken, geeignete Anschlussangebote vermitteln und Rückfällen
vorbeugen.
STATUS-A – Stärkung des Suchthilfesystems in Augsburg
Universität Augsburg – Forschungsgruppe Sucht und Sexualität
Augsburg · Kempten
STATUS-A untersucht die Akutversorgung von Menschen mit
substanzbezogenen Störungen in Augsburg und Kempten. Grundlage ist
eine retrospektive Auswertung pseudonymisierter Daten aus den
beteiligten Notaufnahmen und Kliniken.
ToxALC – Biodatenbank zur Alkoholabhängigkeit
TUM Klinikum Rechts der Isar – Klinische Toxikologie
München
Die prospektive Biodatenbank untersucht Zusammenhänge zwischen körperlichen Folgeerkrankungen und suchtspezifischen Merkmalen bei Menschen mit Alkoholabhängigkeit. Dadurch sollen gesundheitliche Verläufe und Folgeerkrankungen besser verstanden werden.
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TRR 265 – Longitudinales Monitoring kognitiver Kontrolle
Universitätsklinikum Würzburg und Technische Universität Dresden
Würzburg · Dresden
Das Teilprojekt A02 untersucht, wie Veränderungen der kognitiven Kontrolle und des Entscheidungsverhaltens mit Veränderungen des Trinkverhaltens zusammenhängen. Mithilfe einer Smartphone-Anwendung werden diese Prozesse über einen längeren Zeitraum im Alltag erfasst.
Zum Teilprojekt A02 im TRR 265 →
Virtuelle Beratungssituation in der Suchthilfe
Hochschule Landshut – Soziale Arbeit und Informatik
Landshut
Das interdisziplinäre Projekt entwickelte mithilfe von Virtual Reality und künstlicher Intelligenz eine realitätsnahe Beratungssituation in der Suchthilfe. Ein virtueller Avatar ermöglicht Studierenden, Gesprächsführung und den Umgang mit typischen Beratungssituationen praxisnah zu erproben.
Weitere Informationen zur virtuellen Suchtberatung →
XCan – digitales Serious Game zur Cannabisprävention
Universitätsklinikum Würzburg – Kinder- und Jugendpsychiatrie
Würzburg
XCan ist ein digitales Serious Game zur Cannabisprävention bei
Kindern und Jugendlichen in Bayern. Das Projekt verbindet
spielerische Elemente mit der Vermittlung von Wissen und der
Auseinandersetzung mit den Risiken des Cannabiskonsums.