Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen

– ein Transferinstitut zwischen Forschung und Praxis für relevante Fragestellungen der Prävention und der Behandlung von Suchterkrankungen

BAS im Profil

Die BAS beschäftigt sich als Transferinstitut zwischen Forschung und Praxis mit wissenschaftlichen und praxisbezogenen Fragestellungen der Prävention und Behandlung von Suchterkrankungen. Sie wurde im Herbst 1997 mit dem Zweck gegründet, die Verbesserung des öffentlichen Gesundheitswesens im Suchtbereich gezielt zu fördern. Die BAS besteht aus den beiden Rechtsträgern der Bayerischen Akademie für Sucht und Gesundheitsfragen BAS Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) und der Bayerischen Akademie für Suchtfragen in Forschung und Praxis BAS e.V.

Themen

Zum Themenkreis der BAS gehören körperliche und psychosoziale Störungen beziehungsweise Krankheiten im Zusammenhang mit Alkohol, Nikotin, illegalen Drogen, psychoaktiv wirkenden Medikamenten, Crystal Meth oder Neuen Psychoaktiven Substanzen (NPS). Darüber hinaus
befasst sich die BAS mit Verhaltenssüchten wie pathologischem Glücksspielen. Auch weitere mit Abhängigkeitsstörungen assoziierte Gesundheitsthemen wie beispielsweise Angststörungen, Depressionen, Burn-out oder Essstörungen werden behandelt.

Tätigkeitsfelder

Die BAS beschäftigt sich mit aktuellen sucht- und gesundheitsbezogenen Problemen. Als zentrale Koordinationsstelle des HaLT in Bayern Projektes koordiniert, begleitet und evaluiert die BAS seit 2007 die bayernweite Umsetzung des Alkoholpräventionsprojektes HaLT für Kinder und Jugendliche an rund 40 bayerischen Standorten. Als Kooperationspartner der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern ist die BAS zuständig für den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis, die Entwicklung und Umsetzung von Qualifizierungsmaßnahmen, die fachliche Begleitung und Vernetzung von in der Beratung und Behandlung Tätigen sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die suchtspezifischen Risiken von Glücksspiel.

HaLT in Bayern

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern

Aktuelles

„Schwangerschaft und Sucht – Besonderheiten beim Umgang mit substanzabhängigen schwangeren Frauen“ – Neues BAS-Informationspapier verfügbar!

Dieses Informationspapier möchte Hintergrundinformationen zu den Folgen eines Substanzkonsums in der Schwangerschaft sowie zu den Besonderheiten beim Umgang mit substanzmittelkonsumierenden schwangeren Frauen zusammentragen.

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Selbsthilfefachtag Sucht und Gesundheit: „Sucht kann jede(n) treffen!?“

BAS-Kooperationsveranstaltung am 14. Juni 2024 in Weiden i.d.OPf. | kostenpflichtig | Selbsthilfefachtag Sucht und Gesundheit findet unter dem Motto: „Sucht kann jede(n) treffen!?“ statt.

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Online-Fachtagung “Inklusion gestalten – Angebote für Menschen mit geistiger Behinderung und Sucht”

Online-Veranstaltung am 13. Juni 2024 | online über Zoom | Kostenpflichtig | Diese Veranstaltung wird sich auf die Schnittstellen zwischen geistiger Beeinträchtigung und Suchterkrankungen konzentrieren.

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Ziele - Aufgaben

Aufgreifen von aktuellen Themen

Anstehende politische Entscheidungen, aktuelle Konsumtrends oder neue Forschungserkenntnisse erfordern im Sucht und Gesundheitsbereich häufig kurze Reaktionszeiten. Mit Hilfe der in der BAS etablierten Arbeitskreise, Ausschüsse und einem bayernweiten Expertennetz können zeitnah und über ein breites inhaltliches Spektrum Expertisen erstellt werden, die auf multiprofessionellem und multiinstitutionellem Konsens beruhen. Auf diese Weise wurden bereits mehrere Stellungnahmen und Empfehlungen für Entscheidungsträger aus Politik und Versorgungsstruktur sowie konkrete Informationspapiere und Handlungsempfehlungen für die Praxis entwickelt.

Kooperation zwischen Forschung und Praxis fördern

Da sich die Praxis der Suchtkrankenhilfe als multiinstitutionell sowie multiprofessionell beschreiben lässt, gehört es zu den Aufgaben der BAS, die Kooperation zwischen den verschiedenen im Suchtbereich tätigen Berufsgruppen zu unterstützen. Daneben wird auch die Kooperation zwischen verschiedenen Forschungsdisziplinen und -einrichtungen gefördert. Weiterhin wird die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis unterstützt. Dadurch soll die Umsetzung von Forschungserkenntnissen in die Praxis erleichtert und ein stärkerer Bezug von Forschungsfragen auf Fragestellungen der Praxis erreicht werden.

Qualitätssicherung und -verbesserung

Die BAS ist seit ihrer Gründung im Bereich Qualitätssicherung tätig und hat bereits zahlreiche Empfehlungen formuliert. Der in interdisziplinärer Zusammenarbeit erstellte „Leitfaden für Ärzte zur substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger“ (5. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, 2020) zählt zu den wichtigsten Projekten. Weitere Publikationen befassen sich beispielsweise mit der Prävention von Drogentodesfällen oder geben Hilfestellungen zum Umgang mit medizinischem Cannabis.

Vermittlung von Informationen und Erkenntnissen

Zielgruppe der Informationsvermittlung sind primär im Suchtund Gesundheitsbereich tätige Fachleute. Aber auch Behörden, Verbände und weitere Berufsgruppen außerhalb des engeren Fachgebietes, die sich mit dem Thema substanzbezogener Störungen und psychischer Erkrankungen befassen, zählen zu den Adressaten von Veranstaltungen und Publikationen.

Neben einer jährlichen Vortragsreihe veranstaltet die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen sowie Fachtagungen. Darüber hinaus werden Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, wie z.B. das jährlich stattfindende Suchtforum, durchgeführt. Zu den Kooperationspartnern zählen u.a. die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK), die Bayerische Landesapotheker (BLAK), die Bayerische Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (PTK), die Freie Wohlfahrtspflege Bayern, das Bayerische Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) sowie verschiedene bayerische Universitäten bzw. Universitätsklinken. Ein wichtiges Informationsorgan ist das regelmäßig erscheinende kostenfreie Suchtforschungstelegramm, das Zusammenfassungen aktueller wissenschaftlicher Untersuchungen aus Fachzeitschriften enthält. Ferner steht die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen für fachbezogene Anfragen zur Verfügung.

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